Häufige Fragen zu Legitam
Über Legitam
Was macht Legitam?
Legitam schützt physische Produkte vor Fälschungen, indem ein verschlüsselter NFC-Chip direkt in jeden Artikel integriert wird. Ein einziges Antippen mit einem beliebigen Smartphone bestätigt sofort, ob das Produkt echt ist, während eine parallele RAIN-RFID-Ebene die Bestands- und Logistikverfolgung entlang der gesamten Lieferkette automatisiert. Auf dieser Hardware-Ebene betreibt Legitam eine soziale Plattform für Verbraucher, auf der verifizierter Besitz zum Statussymbol wird – so werden Kunden von passiven Käufern zu einer aktiven Verteidigungslinie gegen Fälschungen.
Worin unterscheidet sich Legitam von QR-Codes, Blockchain oder reinen RFID-Lösungen?
Die meisten bestehenden Lösungen decken nur einen Teil des Problems ab. QR- und Barcodes sind günstig, lassen sich aber leicht duplizieren. Blockchain-Register verhindern nicht, dass eine physische Fälschung überhaupt erst ins System eingescannt wird. Reine RFID-, Hologramm- und Datamatrix-Lösungen unterstützen die Logistik, bieten Verbrauchern jedoch kaum oder gar keine Möglichkeit zur Echtheitsprüfung. Legitam vereint nicht klonbares NFC, RFID, KI und eine Community-basierte soziale Ebene in einem System – mit One-Tap-Verifizierung für Verbraucher, Diebstahlschutz und Logistikverfolgung, Digitalen Produktpässen auf Artikelebene sowie sozialem Druck gegen die Fälschungskultur. Genau in diesen Bereichen stoßen Anbieter, die nur auf eine einzelne Technologie setzen, meist an ihre Grenzen.
Für wen ist Legitam gedacht?
Legitam richtet sich an Hersteller aus den Bereichen Mode und Luxus, Markeninhaber und Einzelhändler, die die Echtheit ihrer Produkte schützen, den Vertrieb kontrollieren und verifizierten Besitz zu einem Marketing- und Kundenbindungsinstrument machen möchten – unabhängig davon, ob eine Marke bereits ein Authentifizierungsprogramm betreibt oder bislang über keinerlei Schutz verfügt.
Technologie & Sicherheit
Wie funktioniert die One-Tap-Verifizierung?
Ein miniaturisiertes, verschlüsseltes NFC-Modul wird bereits bei der Herstellung in das Produkt selbst eingebettet und so zu einem festen Bestandteil des Artikels – statt eines externen Aufklebers oder aufgedruckten Codes. Hält ein Kunde oder Partner sein Smartphone an das Produkt, führen der Chip und die Legitam-Cloud einen kryptografischen Handshake durch, der eine einzigartige, nicht wiederholbare Antwort erzeugt. Die Echtheit wird so in Sekundenbruchteilen bestätigt – ganz ohne Code-Scannen oder Menüs.
Können die NFC-Tags geklont oder kopiert werden?
Nein. Das System nutzt Kryptografie auf Bankniveau, um bei jedem Scan eine neue, einzigartige Antwort zu erzeugen. Das bei einer Verifizierung aufgezeichnete Signal kann daher weder erneut abgespielt noch kopiert werden, um einen weiteren Tag zu fälschen.
Welchen Standards entsprechen die Tags?
Legitam-Tags sind nach ISO/IEC 15693 (NFC-V, Typ 5), ISO/IEC 14443-A und ISO/IEC 18000-63 / EPC Gen2v2 aufgebaut. Das gewährleistet die Interoperabilität mit standardmäßigen NFC- und RAIN-RFID-Lesegeräten weltweit sowie Klonresistenz beim Scannen im Nah- wie im Fernbereich.
Was ist das „Digitale Zertifikat“ bzw. die „Digitale DNA“?
Der Chip jedes Artikels trägt einen nicht fungiblen digitalen Datensatz mit Seriennummer, Herkunft, Materialien und Herstellungsgeschichte, der das Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus begleitet – auch beim Weiterverkauf. Er dient dem Besitzer als fälschungssicheres Echtheitszertifikat und der Marke als verifizierter Herkunftsnachweis, der bei Garantie-, Reparatur- und Wiederverkaufsprozessen hilft.
Welche Rolle spielt KI bei der Authentifizierung?
KI allein gilt bei uns nicht als zentrale Authentifizierungsmethode, da rein softwarebasierte Erkennung noch keine vollständige Gewissheit bietet. Stattdessen nutzt Legitam KI für die verbraucherseitige Styling- und Empfehlungs-Engine sowie zur Bereitstellung aggregierter, anonymisierter Trenddaten für Marken, während die eigentliche Authentifizierung von der Hardware-Ebene (NFC und RFID) übernommen wird.
Compliance & Regulierung
Hilft Legitam beim Digitalen Produktpass (DPP) der EU?
Ja. Legitam bietet sofort einsatzbereite DPP-Unterstützung auf Artikelebene, abgestimmt auf die EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR, EU 2024/1781). Materialherkunft, Nachhaltigkeitsdaten und Lebenszyklusinformationen werden direkt mit dem im Produkt eingebetteten Chip verknüpft, sodass die Informationen für Verbraucher und Behörden zugänglich bleiben und zugleich fälschungssicher sind.
Werden auch weitere neue EU-Vorschriften unterstützt?
Dieselbe Datenebene unterstützt auch Compliance-Anforderungen im Zusammenhang mit der Green-Claims-Richtlinie, dem Recht auf Reparatur sowie Rückverfolgbarkeits- und Recyclingpflichten wie EUDR und EPR, da Umwelt- und Lebenszyklusangaben mit verifizierten, unveränderlichen Datensätzen verknüpft sind – und nicht allein auf Marketingtexten beruhen.
Lieferkette & Betrieb
Lässt sich Legitam in unser bestehendes WMS oder ERP integrieren?
Ja. Die Plattform ist darauf ausgelegt, sich mit den bestehenden Lagerverwaltungs- und ERP-Systemen einer Marke zu verbinden. Wareneingang und Versand werden automatisiert, sodass physische Tag-Daten und digitale Bestandsdaten im gesamten Vertriebsnetz in Echtzeit synchron bleiben.
Wie hilft RFID bei Bestandsführung und Logistik?
RAIN RFID ermöglicht eine berührungslose Massenverifizierung, sodass ganze Paletten oder Sendungen in Sekunden geprüft werden können, ohne Kartons zu öffnen. Das verkürzt Inventuren von Tagen auf Minuten und reduziert Fehler bei Kommissionierung und Versand.
Kann Legitam Graumarkt- oder nicht autorisierte Verkäufe erkennen?
Ja. Da jeder Artikel einen digitalen Prüfpfad von der Produktion bis zum Point of Sale mit sich führt, können Produkte, die außerhalb eines autorisierten Vertriebskanals auftauchen, Warnmeldungen auslösen. Waren, die über nicht verifizierte Kanäle in Umlauf gebracht werden, fehlt zudem der aktualisierte digitale Status, der für die volle Nutzung innerhalb des Ökosystems erforderlich ist – das wirkt Umleitungen entgegen und schützt die Preisstrategie.
Wie geht Legitam gegen Retourenbetrug und Diebstahl vor?
Mit derselben Verifizierungsebene können Logistikteams die Echtheit auch durch versiegelte Verpackungen hindurch bestätigen, was „Swap Fraud“ (Austauschbetrug) verhindert. Zudem werden Artikel markiert, die bereits von einem früheren Besitzer aktiviert wurden, um „Wardrobing“ entgegenzuwirken. Die Diebstahlschutzfunktion „Digital Deadbolt“ ermöglicht es Händlern außerdem, bestimmte Einheiten aus der Ferne als gestohlen zu kennzeichnen. Diese können dann weder verifiziert noch als legitime Ware weiterverkauft werden – ein wirksames Mittel gegen organisierte Ladenkriminalität.
Verbraucherbindung & Social-Plattform
Was bietet die App für Verbraucher?
Nach einem One-Tap-Scan wird jeder verifizierte Artikel dem Digital Closet des Kunden hinzugefügt – einem persönlichen, verifizierten Inventar. Von dort aus können Kunden Outfit-Posts teilen, in denen jeder getaggte Artikel kryptografisch verifiziert ist, einen sichtbaren Status-Score auf Basis ihrer verifizierten Sammlung und ihres Engagements aufbauen und KI-gestützte Styling-Vorschläge auf Grundlage ihres Kleiderschranks und ihrer Community-Aktivität erhalten.
Wie wirkt die soziale Ebene der Fälschungskultur entgegen?
Da nur verifizierte Artikel auf der Plattform präsentiert, geteilt oder monetarisiert werden können, bringt der Besitz einer Fälschung innerhalb des Ökosystems keinerlei sozialen Vorteil. Status entsteht durch dokumentierten, verifizierten Besitz statt allein durch das äußere Erscheinungsbild – so wirkt der Gruppendruck zugunsten der Echtheit statt gegen sie.
Wie hilft das, die Gen Z zu erreichen und langfristige Loyalität aufzubauen?
Jüngere Verbraucher legen besonders großen Wert auf Transparenz statt auf klassische Markenbotschaften. In unserer Recherche zitierte Umfragedaten zeigen, dass etwa die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen den Kauf von Fälschungen für akzeptabel hält – damit wird nachweisbare Echtheit zu einem echten Unterscheidungsmerkmal statt zu einer Selbstverständlichkeit. Gamifizierte, nutzergenerierte Inhalte und ein direkter Kanal nach dem Kauf ermöglichen Marken eine dauerhafte Beziehung zu den Besitzern – auch zu Zweit- und Drittbesitzern – weit über den ursprünglichen Verkaufszeitpunkt hinaus.